Pflegestelle werden 

Pflegestelle werden

Wir freuen uns sehr, dass sich das Bild über Stadttauben und das Bewusstsein für ihr Leid in den letzten Jahren spürbar verbessert haben. Gleichzeitig erreichen uns heute deutlich mehr Notfallmeldungen als früher. Die Zahl der Pflegestellen wächst jedoch kaum – viele unserer Päppler sind bereits an ihrer Kapazitätsgrenze.

Damit wir auch künftig allen hilfsbedürftigen Tauben helfen können, sind wir dringend auf neue Pflegestellen angewiesen.

 

Was macht eine Pflegestelle?

Unsere Päppler versorgen verletzte oder geschwächte Tauben zuhause. Die Tiere leben währenddessen in Hunde-Softboxen oder geräumigen Käfigen – je nach Zustand für wenige Wochen bis mehrere Monate. Grundsätzlich betreuen wir drei Gruppen von Tauben:

1. Geschwächte Tauben oder leicht zu behandelnde Fälle

Beispielsweise Verletzungen durch Verschnürungen, bakterielle Infektionen, usw. Diese Tauben können meist nach kurzer Zeit wieder gesund ausgewildert werden.

2. Jungtauben und Küken

Junge Tiere, die von den Eltern unversorgt zurückgelassen wurden oder deren Nester z. B. bei Bauarbeiten entfernt wurden. Je nach Alter und Selbstständigkeit können sie später entlassen oder bevorzugt in betreute Volieren mit Freiflug vermittelt werden – denn von Menschen aufgezogene Jungtauben erlernen das Straßenleben nicht von ihren Eltern.

3. Tauben mit Handicaps

Dazu zählen flugunfähige oder an PMV erkrankte Tauben. Diese Tiere benötigen intensive Betreuung und häufig im Anschluss einen dauerhaften Platz in einer Voliere. Wir unterstützen bei der Endstellensuche. Das kann manchmal viel Zeit und Geduld erfordern.

Wer bereit ist, Tauben ein Zuhause auf Zeit zu geben und ihnen mit Fürsorge und Geduld beizustehen, ist bei uns herzlich willkommen. Wir begleiten neue Pflegestellen eng – inklusive Schulungen bei Bedarf.

 

Was brauche ich, um Pflegestelle zu werden?

Das Wichtigste:

  • Bereitschaft, Verantwortung für ein hilfsbedürftiges Tier zu übernehmen
  • Liebe zu Tauben und Freude daran, etwas Gutes zu tun
  • Ein Plätzchen für die Unterbringung – eine Kommodenfläche reicht, idealerweise mit Tageslicht
  • Lernbereitschaft, z. B. beim Umgang mit Medikamenten
  • Bereitschaft, den Pflegling bei Bedarf zu einem vogelkundigen Tierarzt zu bringen
  • Geduld, da nicht alle Tauben zurück an den Fundort können – Küken und Tiere mit Handicaps brauchen oft eine dauerhafte Voliere, deren Suche länger dauern kann

 

Grundausstattung

  • Softboxen, z. B. „Lionto“-Hundetransportboxen – mindestens Größe L, besser XL, damit die Taube sich bewegen und etwas flattern kann (kann vom Verein gestellt werden)
  • Viele Küchenrollen – täglicher Wechsel der Unterlagen ist Pflicht
  • Pro Box drei Näpfe (Wasser, Futter, Grit)
  • Taubenfutter, Grit, Mineralien und Zusätze
  • Erhöter Sitzplatz in der Box – ein einfacher Karton genügt und macht Tauben glücklich

 

Unsere Unterstützung für neue Pflegestellen

  • Wir nehmen neue Päpplerinnen und Päppler an die Hand und begleiten die ersten Schritte
  • Wir zeigen, wie Medikamentengabe oder Sondieren sicher funktioniert
  • Teile der Erstausstattung können wir bei Bedarf bereitstellen

 

Pflegestelle sein bedeutet Verantwortung –

…und schenkt zugleich viele berührende, unvergessliche Momente.

 

Wenn Sie über Termine und Aktionen informiert bleiben möchten (z. B. Entschnürungstouren, Päpplerschulungen) können Sie sich in unseren E-Mail-Verteiler eintragen. 

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