
Mina
Mina ist mir oben auf den Dächern des Dachgartens aufgefallen, weil sie sich irgendwie anders verhielt. Ich habe sie eine ganze Weile beobachtet, bis mir klar wurde: Sie ist nicht richtig flugfähig.
Immer wieder flog sie nur einen Meter weiter – nicht so, wie eine Taube normalerweise flüchtet. Also habe ich versucht, sie zu sichern, obwohl ich meinen Kescher gar nicht dabei hatte. Zum Glück hat es trotzdem geklappt.
Bei der Untersuchung zeigte sich ein massiv vergrößertes Gelenk. Der Befund lässt auf eine Salmonellose als mögliche Ursache schließen. Mina steht deshalb nun unter einer mehrwöchigen antibiotischen Behandlung. Bei der vogelkundigen Tierärztin wurde außerdem ordentlich Eiter aus dem Knubbel gezogen – dies war sichtbar erleichternd für sie, weil sie den Flügel nun nicht mehr in dauerhafter Schonhaltung hat.
Ob Mina nach der Behandlung wieder vollständig fliegen können und an ihren Fundort zurückkehren kann oder ob ihr ein dauerhaftes Handicap bleibt, wird ihre Entwicklung zeigen.
Mina ist ein eher ängstliches Täubchen, für das die Pflegschaft hier sicherlich nicht ganz einfach ist. Aber die Behandlung muss sein – und wir geben ihr die Zeit, die sie braucht.
Wer Minas Entwicklung begleiten und sie mit einer monatlichen Patenschaft unterstützen möchte, kann dies sehr gerne tun. Natürlich gibt es regelmäßige Updates zu der ängstlichen Tauben Dame.


